Internationaler Birnstiel-Preis für Mohamed El-Brolosy

Max-Planck-Forscher erhält in Wien erstmals vergebene Auszeichnung

14. November 2019

Mohamed El-Brolosy vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim erhält den erstmals vergebenen Birnstiel-Preis für seine herausragenden Leistungen im Rahmen der Dissertation. Der Preis wird gemeinsam von der Birnstiel-Stiftung und dem Institut für Molekulare Pathologie am Wiener BioCenter ausgelobt.

Preisträger Mohamed El-Brolosy.

Der aus Ägypten stammende Biologe forscht am Bad Nauheimer Institut in der Abteilung von Didier Stainier an sogenannten genetischen Kompensationen. Damit wird ein Phänomen beschrieben, bei dem der Ausfall einzelner Gene und damit deren Funktion anders als erwartet nicht zu Fehlentwicklungen während der Embryonalentwicklung führt. An Modellorganismen wie dem Zebrafisch und der Maus stellte El-Brolosy fest, dass beim Ausfall eines Gens verwandte Gene stärker aktiv sind. Der 27-jährige Nachwuchsforscher konnte im Rahmen seiner Doktorarbeit wesentliche Erkenntnisse über die für die zugrunde liegende Regulation verantwortlichen molekularen Prozesse schaffen.

El-Brolosys Ansprache zur Preisverleihung in Wien.
El-Brolosys Ansprache zur Preisverleihung in Wien.


El-Brosoly studierte an der Deutschen Universität in Kairo. Seinen Master machte er an „International Max Planck Research School“ in Göttingen und wechselte anschließend für seine Doktorarbeit an Max-Planck-Institut in Bad Nauheim. Die Ergebnisse seiner Forschung veröffentlichte er unter anderem in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“.


Der Birnstiel-Preis wurde in diesem Jahr erstmals verliehen. Aus über 100 Nominierungen, die aus der gesamten Welt eingingen, wurde El-Brolosy als einer von drei Preisträgern ausgewählt. Mit dem Preis sollen nach Angaben von Meinrad Bussling vom BioCenter in Wien die herausragenden Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern in ihrer Doktorarbeit hervorgehoben werden. Zudem hätten die Preisträger ihr großes Potenzial für eine außergewöhnliche Wissenschaftskarriere auf dem Gebiet der molekularen Lebenswissenschaften gezeigt.

MH

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