Tierversuche in der Forschung - ein hohes Maß an Verantwortung

24. April 2021

Den Internationalen Tag des Versuchstiers nehmen wir zum Anlass, über diese Thematik zu informieren. Ein kontrovers diskutiertes Thema, zu dem wir die Mitarbeitenden des Instituts zu Wort kommen lassen möchten, die am nächsten am Tier arbeiten - unsere Tierärztinnen und Tierpflegenden.

Tierversuche sind im Bereich der biomedizinischen Forschung immer noch unverzichtbar. Das MPI-HLR ist sich der besonderen Verantwortung der Forschenden für die Versuchstiere bewusst und der mit Untersuchungen an Lebewesen verbundenen ethischen Probleme. Gleichzeitig betonen wir die Bedeutung für die Wissenschaft. Hinweise und Informationsmaterial der Max-Planck-Gesellschaft dazu finden Sie auf der linken Seite.

Mitarbeitende im Bereich Experimentaltierhaltung nehmen Stellung zu den Fragen "Warum sind Tierversuche in der Forschung wichtig?" und "Warum ist mir meine Arbeit mit dem Tier wichtig?":


Als Tierärztin bin ich in erster Linie dem Tierwohl verpflichtet. Für mich ist der Inhalt meiner  täglichen Arbeit nicht nur im Rahmen von Gesetzen geregelt, sondern entspricht auch meinem Verständnis von aktivem Tierschutz. Im Alltag bedeutet dies jeden Tag Teamarbeit. Hierbei kann ich auf ein tolles Team von sehr gut ausgebildeten Tierpfleger*innen zählen, die alle Ihre Arbeit mit Leidenschaft zum Beruf und mit Empathie für das Tier ausführen.

Nouha, Tierärztin

Als Tierärztin bin ich in erster Linie dem Tierwohl verpflichtet. Für mich ist der Inhalt meiner  täglichen Arbeit nicht nur im Rahmen von Gesetzen geregelt, sondern entspricht auch meinem Verständnis von aktivem Tierschutz. Im Alltag bedeutet dies jeden Tag Teamarbeit. Hierbei kann ich auf ein tolles Team von sehr gut ausgebildeten Tierpfleger*innen zählen, die alle Ihre Arbeit mit Leidenschaft zum Beruf und mit Empathie für das Tier ausführen.

Mit unserer Arbeit stellen wir sicher, dass den Tieren ihr Leben in der Foschung so angenehm wie möglich gemacht wird und um sie zu überwachen, dass sie nicht unnötig leiden müssen.

Anna und Julia, Tierpflegerinnen

Mit unserer Arbeit stellen wir sicher, dass den Tieren ihr Leben in der Foschung so angenehm wie möglich gemacht wird und um sie zu überwachen, dass sie nicht unnötig leiden müssen.

Meine Arbeit ist mir wichtig, weil ich aktiv zum Tierschutz in der Forschung meinen Beitrag leisten kann.

Rita, Tierpflegerin

Meine Arbeit ist mir wichtig, weil ich aktiv zum Tierschutz in der Forschung meinen Beitrag leisten kann.

Wir Tierpflegende sind sozusagen die Stimme der Tiere im Versuch und die Verbindung von Wissenschaftlern und Tierärzten zu den Tieren. Wir haben bis in das kleinste Detail erlernt, wie man auf diese Tiere zu achten hat und was sie für ihre Bedürfnisse benötigen.
Ich möchte gerne, dass kein Tier leiden muss und habe in meinen über 20 Jahren in diesem Institut immer darauf geachtet, die Tiere mit großer Sorgfalt zu behandeln.

Petra, Tierpflegerin

Wir Tierpflegende sind sozusagen die Stimme der Tiere im Versuch und die Verbindung von Wissenschaftlern und Tierärzten zu den Tieren. Wir haben bis in das kleinste Detail erlernt, wie man auf diese Tiere zu achten hat und was sie für ihre Bedürfnisse benötigen. Ich möchte gerne, dass kein Tier leiden muss und habe in meinen über 20 Jahren in diesem Institut immer darauf geachtet, die Tiere mit großer Sorgfalt zu behandeln.

Die Max-Planck-Gesellschaft betont in ihrer Grundsatzerklärung (White Paper) zum Thema „Tierversuche in der Grundlagenforschung“, dass Tierversuche für die biomedizinische Forschung immer noch unverzichtbar sind. Sie bekennt sich darin auch zur besonderen Verantwortung des einzelnen Wissenschaftlers für die Versuchstiere und die mit Untersuchungen an Lebewesen verbundenen ethischen Probleme. Der erwartete Erkenntnisgewinn eines Experiments muss der Erklärung zufolge gegen die Beeinträchtigung des Versuchstiers abgewogen werden – eine Bewertung, für die es keine universell akzeptierten Maßstäbe gibt. 

Die Max-Planck-Gesellschaft hat in ihrem Grundsatzpapier eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, mit denen der bestmögliche Kompromiss zwischen der Belastung von Versuchstieren und dem Erkenntniswert von Experimenten erreicht werden soll.

Dazu gehören unter anderem:

  • Stärkung einer Kultur der Fürsorge für die Tiere. Dies soll durch eine verbesserte Koordination des Tierschutzes innerhalb der MPG erreicht werden, bei gleichzeitiger Wahrung höchster Qualität der Wissenschaft
  • weitere Verbesserung und Minimierung von Tierversuchen – wissenschaftliche Erkenntnisse sollen dazu genutzt werden, Zahl der Versuche und die Belastung der Tiere zu verringern
  • transparente Darstellung von Tierversuchen gegenüber der Öffentlichkeit
  • Erforschung von Möglichkeiten zur verbesserten Umsetzung des 3-R-Prinzips
  • Erforschung der Lebensbedingungen von Versuchstieren, ihrem Sozialverhalten, Schmerzempfinden, Bewusstsein und ihrem Recht auf Leben
  • Schulung aller mit Tieren beschäftigten Mitarbeiter in Fragen der Tierethik

Zum White Paper gelangen Sie hier.

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