Experimentaltierhaltung

Experimentaltierhaltung


Internationaler Tag des Versuchstiers am 24. April: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Tierpflege sprechen über ihren Beruf und Alltag

 

Tanja

Tanja

Ich habe mich für den Beruf der Tierpflegerin entschieden, da dieser sehr facettenreich ist. Gerade im Versuchstierbereich ist eine professionelle, aber auch liebevolle Pflege der Tiere jederzeit wichtig und das Wohlergehen der Tiere steht an erster Stelle.
Kevin

Kevin

Der ursprüngliche Lebensraum unserer Zebrabärblinge sind die Zuflüsse des Ganges in Nordindien, Bangladesh und Pakistan. Dort leben sie in stehenden oder langsam fließenden Gewässern, z. B. in Reisfeldern. Und hier habe ich das ganze Ökosystem in einem unserer Becken.
Internationaler Tag des Versuchstiers

Annette

Ich bin Tierpflegerin, weil das für mich nicht nur Beruf, sondern Berufung ist. Ich schätze die täglich neuen Herausforderungen, die die Tätigkeit in unserem internationalen Forschungsinstitut so abwechslungsreich macht.
 
Diana

Diana

Neben der direkten Pflege der Tiere, beinhaltet unser Beruf auch viele weitere Tätigkeiten wie z. B. die Datenerfassung. Es ist ein vielseitiger Beruf und man ist Teil eines großen Teams.
 
Nouha

Nouha

Das Tierwohl im Blick. Jeden Tag, egal wie groß oder klein die jeweiligen Versuchstiere sind. Der tierärztliche Beruf ist genauso abwechslungsreich, wie die Spezies mit denen wir umgehen.

Grundsatzerklärung zu Tierversuchen

Die Max-Planck-Gesellschaft betont in ihrer Grundsatzerklärung (White Paper) zum Thema „Tierversuche in der Grundlagenforschung“, dass Tierversuche für die biomedizinische Forschung immer noch unverzichtbar sind. Sie bekennt sich darin auch zur besonderen Verantwortung des einzelnen Wissenschaftlers für die Versuchstiere und die mit Untersuchungen an Lebewesen verbundenen ethischen Probleme. Der erwartete Erkenntnisgewinn eines Experiments muss der Erklärung zufolge gegen die Beeinträchtigung des Versuchstiers abgewogen werden – eine Bewertung, für die es keine universell akzeptierten Maßstäbe gibt. 

Die Max-Planck-Gesellschaft hat in ihrem Grundsatzpapier eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, mit denen der bestmögliche Kompromiss zwischen der Belastung von Versuchstieren und dem Erkenntniswert von Experimenten erreicht werden soll.

Dazu gehören unter anderem:

  • Stärkung einer Kultur der Fürsorge für die Tiere. Dies soll durch eine verbesserte Koordination des Tierschutzes innerhalb der MPG erreicht werden, bei gleichzeitiger Wahrung höchster Qualität der Wissenschaft
  • weitere Verbesserung und Minimierung von Tierversuchen – wissenschaftliche Erkenntnisse sollen dazu genutzt werden, Zahl der Versuche und die Belastung der Tiere zu verringern
  • transparente Darstellung von Tierversuchen gegenüber der Öffentlichkeit
  • Erforschung von Möglichkeiten zur verbesserten Umsetzung des 3-R-Prinzips
  • Erforschung der Lebensbedingungen von Versuchstieren, ihrem Sozialverhalten, Schmerzempfinden, Bewusstsein und ihrem Recht auf Leben
  • Schulung aller mit Tieren beschäftigten Mitarbeiter in Fragen der Tierethik
Zur Redakteursansicht