Max-Planck-Gesellschaft trifft sich zur Jahresversammlung in Frankfurt a. M.
Highlights sind die Verleihung des Max-Planck-Gründungspreises des Stifterverbandes sowie die Festversammlung mit einem Expertengespräch zur Zukunft der Demokratie
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist an 38 Standorten in Deutschland mit ihren Instituten vertreten. Zur Jahresversammlung kommen die Gremien zusammen. Die MPG trifft sich darüber hinaus mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – jedes Jahr in einem anderen Bundesland. Zwei Höhepunkte kennzeichnen die diesjährige Veranstaltung in Frankfurt am Main: die Verleihung des Max-Planck-Gründungspreises des Stifterverbandes am 16. Juni 2026, zu der Bundesforschungsministerin Dorothee Bär erwartet wird, sowie die Festversammlung mit einem Gespräch zwischen Hedwig Richter, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München und Steffen Mau, Direktor am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft in Göttingen zum Thema Zukunft der Demokratie am Mittwoch, den 17. Juni 2026. Zur Festversammlung hat sich auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein angekündigt.
Technologie-Transfer - Max-Planck-Gründungspreis des Stifterverbandes
Auch wenn die Kernaufgabe der MPG die Grundlagenforschung ist, fördert sie Ausgründungen aus ihren Instituten – mit verschiedenen Programmen, mit ihrer Technologietransfertochter Max-Planck-Innovation, die Start-ups aus den Instituten identifiziert und auf ihrem Weg berät und unterstützt. Auch der Max-Planck-Gründungspreis des Stifterverbandes ist ein relevantes Element für mehr Technologie-Transfer. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis, der alle zwei Jahre bei der Jahresversammlung verliehen wird, geht dieses Jahr an die Ovo Labs GmbH. Das erst 2025 gegründete Unternehmen will die Erfolgschancen bei der künstlichen Befruchtung deutlich verbessern: Die Wirkstoffe ihrer Produkte EmbryoProtect 1, 2 und 3 sollen Frauen dabei helfen, länger fruchtbar zu bleiben, und könnten damit die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung erhöhen.
Zukunft der Demokratie – Expertengespräch bei der Festversammlung
Demokratie in der Krise – Aufwind für Autokratien – das ist keine gefühlte Wahrheit, sondern mit Zahlen belegt: Nach dem Democracy-Index des Economist leben nur noch 45 Prozent der Menschen weltweit in einer Demokratie, in der letzten Erhebung von 2025 wurden gerade mal 25 Prozent aller Länder als „vollständige Demokratien“ eingestuft. Auch in Deutschland wenden sich Menschen vermehrt rechtsextremen oder rechtspopulistischen Parteien zu. Beim Expertendialog sprechen Hedwig Richter, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München und Steffen Mau, Direktor am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft in Göttingen über historische und aktuelle Ursachen dieser Entwicklung und welche Auswege es geben könnte.
Max-Planck in Hessen
In Hessen sind sieben Max-Planck-Institute inklusive des Ernst-Strüngmann-Instituts sowie eine Forschungsstelle angesiedelt und rund 1.650 Mitarbeitende tätig. Von diesen haben rund 700 Mitarbeitende einen ausländischen Pass (43 Prozent). Der Frauenanteil beträgt rund 55 Prozent. Stand 31.12.2025)
- Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt am Main
- Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt am Main
- Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim
- Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt am Main
- Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, Marburg
- Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt am Main
- Max-Planck-Forschungsstelle für Neurogenetik, Frankfurt am Main
- Ernst-Strüngmann-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Frankfurt am Main
