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Mittwoch, 18. Juli 2018

Michael Potente erhält hoch dotierte Forschungsförderung

Dr. Michael Potente, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, erhält in den kommenden Jahren eine Förderung durch die französisch-amerikanische Leducq-Stiftung.

Max-Planck-Forscher wird in den nächsten Jahren von französisch-amerikanischer Leducq-Stiftung unterstützt

 

Großer Erfolg für den Gefäßforscher Michael Potente vom Bad Nauheimer Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung: Zusammen mit einem internationalen Forscherteam erhält er eine mit 6 Millionen US-Dollar ausgezeichnete Förderung der Leducq-Stiftung. Die französisch-amerikanische Stiftung unterstützt wissenschaftliche Projekte. Deren Ziel soll es sein, neue Ansätze zur Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufzuzeigen. Dabei legt die Stiftung großen Wert auf die Bildung von amerikanisch-europäischen Forschernetzwerken. Für das nun ausgezeichnete Projekt gelang es, ein ebensolches Netzwerk zu knüpfen. Potente wird in den nächsten Jahren mit Wissenschaftlern der Universitäten von Yale, Oxford, Cleveland, Philadelphia sowie dem Münsteraner Max-Planck-Institut kooperieren.

 

Im Zentrum des transatlantischen Netzwerks steht der Transkriptionsfaktor Klf2. Zahlreiche Arbeiten haben das Protein immer wieder mit verschiedenen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems in Zusammenhang gebracht. Die Mechanismen, die diesen vielfältigen Wirkmechanismen zugrunde liegen, sind jedoch noch weitestgehend unbekannt. „Transkriptionsfaktoren wie Klf2 spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation der Genaktivität. Klf2 scheint besonders für die Steuerung von Genen wichtig zu sein, die bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems verändert sind“, sagt Potente.

 

Eine zentrale Rolle hat Klf2 vor allem in Gefäßen. Deshalb wird der Schwerpunkt der Arbeit darauf liegen, die Regulation und Funktionsweise von Klf2 in Blut- und Lymphgefäßen zu erforschen. Oftmals werde heute versucht, mit sogenannten Hochdurchsatzmethoden hunderte Gene und Proteine zu identifizieren, die bei bestimmten Erkrankungen eine Rolle spielen könnten, so Potente. „Wir gehen den umgekehrten Weg, indem wir uns auf den einen Faktor Klf2 konzentrieren und das gesamte Spektrum an Erkrankungen analysieren werden, an deren Entstehung er beteiligt ist“. Neben dem Schlaganfall und Herzinfarkt sind dies auch angeborene Fehlbildungen des Blut- und Lymphgefäßsystems.


Pressekontakt

 

Dr. Matthias Heil

Pressesprecher

Ludwigstraße 43

61231 Bad Nauheim

Tel. +49 (0)6032 705-1705

© 2018 Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim