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Montag, 10. Juli 2017

Hohe Auszeichnung: Kerstin Wilhelm erhält Otto-Hahn-Medaille

Aus den Händen des Vizepräsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Bill Hannson, erhält Kerstin Wilhelm die Otto-Hahn-Medaille verliehen. Foto: Amac Garbe für MPG.

Max-Planck-Gesellschaft ehrt „besonders herausragende Nachwuchswissenschaftler“

 

Kerstin Wilhelm vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (MPI) in Bad Nauheim hat als eine von zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft erhalten. Die hohe Auszeichnung wurde ihr kürzlich anlässlich der Jahresversammlung der MPG in Jena verliehen.  

 

Mit der Ehrung möchte die Gesellschaft die Preisträger dazu motivieren, einen Karriereweg als Wissenschaftler oder Hochschullehrer einzuschlagen. Nach Aussage des Präsidenten der MPG, Martin Stratmann, haben die Geehrten „in ihren Projekten besonders ungewöhnliche Wege beschritten und damit ganz neue Erkenntnisse in ihr Forschungsfeld eingebracht.“

 

Michael Potente, Arbeitsgruppenleiter am MPI und Wilhelms Mentor, stellte die Arbeit der 29-jährigen Preisträgerin während einer Feierstunde in Jena vor: So habe Kerstin Wilhelm einen wichtigen molekularen Schalter entdeckt, mit denen Gefäßzellen ihre Stoffwechsel- und Zellteilungsaktivität regulieren. Dieses als FOXO1 bezeichnete Schaltermolekül könne eine entscheidende Rolle für zukünftige Therapieansätze bei verschiedenen Erkrankungen, die mit einem gestörten Gefäßwachstum einhergehen, darstellen. Man könnte mittels einer gezielten Aktivierung von Foxo1 das Wachstum von Blutgefäßen unterdrücken. Auf diese Weise könnte man beispielsweise das Wachstum von Tumoren hemmen. Tumoren benötigen für ihr Wachstum zunehmend viele Blutgefäße“, so Potente.

 

Die in Rottweil im Schwarzwald geborene Molekularbiologin kam nach dem Studium der Biochemie und Molekularmedizin in Bayreuth und Jena Ende 2012 nach Bad Nauheim. Im vergangenen Jahr wurde Wilhelm über ihre Arbeit an FOXO1 an der Goethe-Universität in Frankfurt promoviert. Für Wilhelm ist es nicht die erste Ehrung in diesem Jahr. So erhielt sie im Frühjahr bereits den Werner-Risau-Preis der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie.


Pressekontakt

 

Dr. Matthias Heil

Pressesprecher

Ludwigstraße 43

61231 Bad Nauheim

Tel. +49 (0)6032 705-1705

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